Projekt barrierefreie Toilette abgeschlossen

 Am 20. November wurde, mit der Bauabnahme, Grundreinigung und der Dekoration des Toilettenraumes, das Projekt  abgeschlossen.
Rückblick:
Nach vielen Überlegungen wie man Mitbewohner mit Handicap die Teilnahme an den Veranstaltungen in und um die Alte Schule erleichtern könnte, kam man im Frühjahr 2019 von unserer  Seite auf die Idee, eine barrierefreie Toilette im Erdgeschoss der Alten Schule zu bauen.
Von nun an liefen die Planungen auf Hochtouren, Gespräche mit der Ortsgemeinde, die Eigentümer ist, wurden geführt, Angebote von Firmen eingeholt und ein Finanzierungsplan aufgestellt.
Da unser Verein selber über zu wenig finanzielle Mittel verfügte beschlossen wir an der Aktion „Einfach.Gut.Machen.“ der KSK Ahrweiler teilzunehmen. Gleichzeitig wurden Gelder aus dem Fördertopf „Ländlicher Raum“ des Kreises Ahrweiler beantragt. Nachdem die Aktion der KSK Ahrweiler abgeschlossen war, von Seiten der Kreisverwaltung ein positiver Förderbescheid eingegangen war und die Genehmigung der Ortsgemeinde vorlag, konnten die Arbeiten nach dem 5. Weinfest am 06. Oktober beginnen.
Der alte Putzraum wurde durch uns abgerissen und entsorgt, Dekorationen und Ausstellungsstücke des Museums verlagert. Die Fa. Bell aus Hohenleimbach war für das Ständerwerk zuständig, die Fa. Knops aus Adenau für die Sanitären Anlagen. Elektroinstallation, Verputz, Anstrich und Grundreinigung erledigten die Mitglieder des Heimatvereins in 102 Stunden Eigenleistung.

Im Rahmen des Bürgerkaffee am 01. Dezember wurde die Toilette den zahlreichen Besuchern gezeigt.Ebenso die neu bezogenen Stühle die in über 30 Stunden Stunden ebenfalls in Eigenleistung bezogen wurden.

Worum ging es in diesem Projekt?

Neubau einer barrierefreien Toilette für gehbehinderte Menschen, Rollator – Nutzer und Rollstuhlfahrer im Heimatmuseum Oberzissen

Was bewegt das Projekt ?

Wir möchten das Menschen mit Behinderung durch unser Projekt an unseren Veranstaltungen in der Alten Schule teilnehmen können. Bisher war das nicht möglich, da die Toiletten im Untergeschoss nur über eine Treppe zu erreichen sind. Dies haben wir mit der barrierefreien Toilette, die sich jetzt auf der gleichen Etage neben den Veranstaltungsräumen befindet ermöglicht. Denn Inklusion funktioniert nicht ohne Barrierefreiheit. Wo Orte und Räume nicht barrierefrei sind, bleibt Teilhabe am kulturellen und politischen Leben in der Freizeit verwehrt. Barrierefreiheit heißt, dass Gebäude und öffentliche Plätze, Arbeitsstätten und Wohnungen, Verkehrsmittel und Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen und Freizeitangebote so gestaltet werden, dass sie für alle ohne fremde Hilfe zugänglich sind.
Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb darf die Teilnahme für diese Mitbürger an kulturellen, politischen und sozialen Veranstaltungen nicht daran scheitern das in einem Gebäude, indem ein Museum eingerichtet wurde und verschiedene Veranstaltungen durchgeführt werden, keine barrierefreie Toilette zur Verfügung steht.
Bedenken Sie:
In den allermeisten Fällen löst eine Krankheit oder ein Unfall eine Behinderung aus. Krankheit oder Unfall kann uns alle treffen. Mit zunehmendem Alter wird man unbeweglicher, jedes noch so kleine Hindernis scheint unüberwindbar. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das durchschnittliche Lebensalter steigt – für jeden von uns. Ein Grund mehr, sich für ein Leben ohne Barrieren stark zu machen.

Wie wurde das Projekt umgesetzt?

Das Projekt wurde durch die Mitglieder unseres Vereins und regionale Handwerksbetriebe geplant und realisiert. Die Herstellung der Trennwände mittels Metall-Ständerwerk, Verlegung von Wasser- und Abwasserrohre, die Be- und Entlüftung sowie die Installation der Sanitäreinrichtungen erfolgen durch regionale Fachfirmen. Die Verlegung der Fliesen und die Malerarbeiten sowie die Elektro-Installation wird in Eigenleistung ausgeführt. Alle Maßnahmen wurden bis November 2019 abgeschlossen werden.

Bilder der Umsetzung des Projektes: